Stellungnahme zu den Sparvorschlägen des Bistums Trier in der Jugendarbeit
Die überarbeiten Sparbeschlüsse, veröffentlicht 26. Oktober 2010
Bewertung des BDKJ-Vorstandes zu den neuen Sparbeschlüssen
(…) Allgemein hat sich das einzusparende Volumen erheblich verringert. Das geplante Einsparvolumen im Jugendverbandsbereich von 415.000 Euro reduziert sich auf 200.000 Euro, die bis Ende 2016 erbracht werden müssen.
Wie und wo diese 200.000 Euro eingespart werden sollen, ist zunächst vollkommen offen. Fakt ist, es stehen keine kurzfristigen Stellenstreichungen oder Einsparungen an. Dazu sollen wir (BDKJ Vorstand) in der Arbeitskonferenz mit dem Arbeitsbereich Jugendpastoral bis November 2011 ein Zukunftskonzept bzw. Vorschläge entwickeln. Wie wir bisher immer betont haben, sollte unserer Meinung nach nicht im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit gespart werden, mit all den Argumenten, die in den letzten Monaten von uns vertreten wurden. Aber wir werden nicht ausgenommen. Die 200.000 Euro liegen immer noch über dem, was wir in unserer letzten gemeinsam abgestimmten Eingabe eingereicht hatten.
Aber zumindest haben wir jetzt die Chance, in einen Dialog zu treten und gemeinsam diesen Prozess zu gestalten! Diese Chance müssen wir nutzen! (…)
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Reaktionen auf die Sparbeschlüsse vom 01. Juni 2010
Am 20. Juni 2010 hat die Diözesanversammlung des BDKJ-Trier folgende Stellungnahme zu dem vorgelegen Entwurf zur Kostensenkung im Bistum Trier beschlossen. Der DPSG-Diözesanverband-Trier schließt sich - als Mitglied dieser Versammlung - der Stellungnahme uneingeschränkt an.
Die Verbände des BDKJ-Trier fordern das Bistum auf, die Kostensenkungspläne in der Jugendarbeit zu revidieren
Die katholischen Jugendverbände im BDKJ fordern die Bistumsleitung auf, den Kostensenkungsentwurf für die Jugendpastoral zu revidieren. Gerade Jugendarbeit ist in der aktuellen Vertrauenskrise der Kirche eine wichtige Zukunftsinvestition. Entgegen der Priorisierung der Jugendpastoral im Entwurf hätte die Jugendpastoral ein hohes Kürzungsvolumen umzusetzen, das nach den Kürzungen der letzten Jahre die Zukunftsfähigkeit der verbandlichen Jugendarbeit und Einrichtungen der offenen Jugendarbeit existentiell bedrohen würde.
Die grundlegenden Orientierungen für die Jugendpastoral im Bistum Trier, die Würzburger Synode und die „Ziele und Aufgaben kirchlicher Jugendarbeit. Leitlinien für das Bistum Trier", fordern die Kirche auf, sich in ihrem Angebot an alle Kinder und Jugendliche zu richten. Die Kostensenkungen im Bereich der Offenen Einrichtungen und der Jugendverbänden führen dazu, sich von bisher bereits wenig erreichten Milieus noch weiter zu entfernen.
Die Jugendverbände im BDKJ lehnen die Kürzungen im Bereich der Jugendverbände ab. Sie verstehen sich als Investition der Kirche für ihre eigene Zukunft und verpflichten sich, ihre Aufgabe in der Jugendpastoral des Bistums bezogen auf die Prävention gegen sexualisierte Gewalt, auf die Qualifizierung und Begleitung ehrenamtlicher Gruppenleiter/innen und auf die Entwicklung zukünftiger Konzepte von Jugendverbandsarbeit zu beschreiben und wahrzunehmen. Die Jugendverbände stellen sich der Frage „Was brauchen und erwarten vor allem Jugendliche von der Kirche?" und bringen ihre Erfahrungen in die Weiterentwicklung der Jugendarbeit im Bistum Trier ein.
Für den DPSG - Diözesanverband Trier
Andreas Schmidt Eric Condé
Diözesanvorsitzender Diözesankurat
Links
- Die Sparvorschläge (PDF: 733 kByte) als PDF zum Download auf der Bistumsseite
- Zur Protestaktion der Mitgliedsverbände des BDKJ Trier
- Zur Homepage www.bdkj-trier.de mit weiteren Informationen rund um den Sparbeschluss.

