update-Prozess in einem Traditionsunternehmen
Eric Conde ist neuer Diözesankurat der DPSG – Protest gegen Haushaltssperre
Zell: Die Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg im Diözesanverband Trier traf sich zu ihrer 67. Diözesanversammlung in der Jugendbildungsstätte Marienburg bei Zell. Den Schwerpunkt dieser dreitägigen Veranstaltung setzten die Veranstalter auf den derzeit auch bundesweit laufenden Perspektiventwicklungsprozess „update“. Ziel dieses Prozesses ist es, sich intensiv mit dem zu beschäftigen, was die DPSG als Kinder- und Jugendverband ausmacht, Chancen und Probleme zu erkennen und diese zu diskutieren.
Als demokratisch organisierter Verband wurden auch Mitglieder von Orts-(Stammes-) Ebene eingeladen um an diesem so wichtigen Thema gemeinsam zu arbeiten. Mit Hilfe eines professionellen Beraterteams entwickelten die fast 70 Teilnehmer Qualitätskriterien für die Kinder und Jugendgruppenarbeit. Als das wichtigste Kriterium wurde der Bereich Ausbildung genannt. „Zu einem guten Gruppenleiter gehört auch eine gute Ausbildung. Wie sonst können wir eine qualitativ gute Kinder- und Jugendarbeit anbieten und durchführen. Diese Ausbildung muss sich auf alle Ebenen beziehen und ständig weiterentwickelt werden“, so eine Teilnehmerin der Versammlung.
Gemeinsam mit den Vertretern der 10 Bezirke der Diözese und den vier Altersstufen wurde der Rechenschaftsbericht der Diözesanleitung und deren Arbeit des vergangenen Jahres diskutiert. Fragen der Versammlung zu Überlegungen von Strukturveränderungen im Bistum Trier beantwortete Ordinariatsrat Wilhelm Ehlen vom Bischöflichen Generalvikariat.
Ralf Pius Krämer wurde nach sechs Jahren im Amt des Diözesankuraten der DPSG von der Versammlung verabschiedet. Der Vorsitzende Nicola Saccà aus Saarbrücken, bedankte sich für die kooperative Zusammenarbeit und wünschte ihm für die Zukunft als Diözesanjugendpfarrer beim Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) alles Gute. Eric Conde, zur Zeit Regionaljugendpfarrer der Region Rhein-Mosel-Ahr, wurde mit einem fast einstimmigen Ergebnis zum Nachfolger gewählt.
Mit großem Unmut hat die Versammlung die ab November geltende Haushaltssperre für den Bereich Jugendfördermittel des Landes Rheinland Pfalz zur Kenntnis genommen. Die Versammlung verweist in einer Stellungnahme auf das Kinder- und Jugendhilfegesetz, in dem die Förderung der Kinder- und Jugendarbeit als Verpflichtung und nicht als „Kann-Bestimmung“ festgeschrieben ist. „Die verfasste Haushaltsperre bedeutet für uns, dass wir in diesem Jahr keine Schulungsmaßnahmen für Ehrenamtliche mehr durchführen können. Das können und werden wir so nicht hinnehmen, zumal die derzeitige Regierung andere diverse Bildungsinitiativen stärkt und weiter fördert“, so der Diözesanvorsitzende Nicola Saccà.

