Dem Krieg den Krieg erklären!

Neuss, 20. März 2003

Engagement der DPSG für den Frieden geht weiter!

Neuss (DPSG/SN). Pfadfinder sind von ihrem Ursprung her Friedensboten. Als Friedenspfadfinder versuchen sie, durch Begegnungen und Kontakte zwischen Kindern und Jugendlichen eine Grundlage für ein friedliches Miteinander verschiedener Kulturen zu legen. Deshalb lehnt die Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) einen Golfkrieg vehement ab. "Wir befürchten als Kinder- und Jugendverband irreparable körperliche und seelische Schäden bei der jungen irakischen Bevölkerung", so Guido Hügen OSB, Bundeskurat der DPSG.

Kinder und Jugendliche, die mit Hass und Gewalt aufwachsen, werden es weitertragen in nachfolgende Generationen. Die zudem zu erwartenden Folgen für Leib und Seele seien bereits aus anderen Regionen der Welt zur Genüge bekannt, warnt Hügen.

Trotz des ungebrochenen Friedenswillens der Deutschen Bundesregierung und der begonnenen kontrollierten Abrüstung des Iraks durch die Vereinten Nationen, müssen nun viele junge Iraker zum zweiten Mal in ihrem bisher kurzen Leben einen Krieg im eigenen Land versuchen zu überleben. Dabei werden viele zivile Opfer von unabhängigen Beobachtern erwartet.

Gegen diesen Kreislauf von Terror, Gewalt und Unterdrückung wendet sich die praktizierte Friedenserziehung der DPSG - gleich ob im Nahen oder Mittleren Osten oder einem anderen Krisenherd. Kinder und Jugendliche der DPSG engagieren sich immer wieder als Friedenspfadfinder, um sich für gewaltfreie Konfliktlösungen auf der ganzen Welt einzusetzen. Guido Hügen OSB: "Selbst unsere jüngsten Pfadfinder haben ein Bedürfnis nach Frieden und erkennen das Unrecht jeden Krieges, deshalb fanden und finden in Deutschland und über die Grenzen hinaus viele kleine Friedensaktionen statt, die unsere Kinder und Jugendliche eigenverantwortlich initiieren." Erziehung zur Konfliktfähigkeit, zum Umgang mit Konflikten und zum friedlichen Miteinander sind deshalb wichtige Elemente in der Arbeit der DPSG. "Was wir für unseren Umgang miteinander bei uns in der DPSG lernen, das wünschen wir uns auch für Kinder und Jugendliche weltweit," so Hügen.

Bereits im letzten Jahr bekundete die DPSG ihre Sorge über einen anderen Krisenherd im Osten, dem Heiligen Land, und unterstützte mit der Jahresaktion "Pfad zum Frieden" Pfadfinderinnen und Pfadfinder in Israel, Palästina und Jordanien bei ihrer Kinder- und Jugendarbeit.

Ein Krieg ist sowohl eine politische als auch menschliche Niederlage. Darin sind sich die Georgspfadfinder mit den deutschen Bischöfen einig. "Wir ermutigen jeden Bürger, Politiker oder Kirchenvertreter ihren Einsatz für den Frieden fortzusetzen, um die Verantwortung eines jeden wahrzunehmen für unsere nachfolgenden Generationen eine Welt in Frieden zu hinterlassen", plädiert Guido Hügen OSB.

Die Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg ist mit über 100.000 Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen der katholische Pfadfinderverband in der Bundesrepublik Deutschland und beteiligt sich seit 1991 jedes Jahr im

Dezember an der Aussendung des Friedenslichtes, um Zeichen zu setzen und Friedensbemühungen von jedem Menschen guten Willens auf der ganzen Welt einzufordern.


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