Internationalität steht im Mittelpunkt
Nicola Saccà als Vorsitzender bestätigt – Mitträgerschaft im Aktionsbündnis gegen AIDS
Marienburg/Bullay: Die Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPDG) traf sich zu ihrer 68. Diözesanversammlung in der Jugendbildungsstätte Marienburg bei Bullay.
Im Mittelpunkt der dreitägigen Veranstaltung standen internationale Themen. So entschied sich die Versammlung zur Mitträgerschaft im Aktionsbündnis gegen AIDS. „Im Jahre 2001 starben 3 Millionen Menschen an AIDS, davon 600.000 Kinder, das sind 20%. Während unserer Tagung sterben ca. 23.000 Menschen an dieser Krankheit. Dagegen müssen wir etwas tun“, so Peter Wolf, Referent für entwicklungspolitische Fragen in der DPSG Trier. Das Aktionsbündnis fordert u.a. den sofortigen Schuldenerlass betroffener Länder, um finanzielle Mittel zur AIDS-Bekämpfung frei zu setzen.
Auch die Planungen in 2004 beschäftigen sich mit internationalen Themen. Über Pfingsten treffen sich 1.500 DPSG`ler in der Nähe von Koblenz, um dort vier Tage in einem „Weltdorf“ zu leben. „Schongse 2004 –eine Chance zur friedlichen Begegnung in der einen Welt“ so das Motto der Veranstaltung. Jeder der 40 angemeldeten Stämme (Ortsebene) vertritt ein Land und stellt dessen Kultur und Geschichte vor. Die seit über 12 Jahren bestehende Partnerschaft mit Bolivien bildet den dritten internationalen Schwerpunkt der DPSG in 2004. Zwanzig junge Menschen werden im August 2004 für vier Wochen nach Bolivien reisen und die deutsch-bolivianische Freundschaft vertiefen. Im Mittelpunkt stehen die gemeinsam auf den Weg gebrachten Projekte wie etwa der Ausbau einer Bibliothek im Haus der Jugend in Cochabamba.
Einem Antrag zur Verbesserung der Ausbildungssituation im Verband wurde mit großer Mehrheit zugestimmt. „Ich bin froh, dass dieser Bereich vertieft wird. Zu einem guten Gruppenleiter gehört auch eine gute Ausbildung. Wie sonst können wir eine qualitativ gute Kinder- und Jugendarbeit anbieten und durchführen. Diese Ausbildung muss sich auf alle Ebenen unseres Verbandes beziehen und ständig weiterentwickelt werden“, so eine Teilnehmerin der Versammlung.
Nicola Saccà wurden nach dreijähriger Amtszeit für ein weiteres Jahr als Diözesanvorsitzender bestätigt.

