Stärkung des Verbandes

… stärken, stark, stark machen, stark sein, … ?
… wer, wen, was, warum, …?
… Bodybuilding, Krafttraining, … ?
… in der DPSG, mit der DPSG, für die DPSG … ?
… die DPSG?
Mit Bodybuilding oder Krafttraining hat STÄRKEN nichts zu tun, aber mit unserem Ver-band, mit der
DPSG, den Stämmen, mit Vorstandsarbeit, mit Ausbildung, mit Selbstver-ständnis und Profil, mit Leiterinnen
und Leitern, mit Gruppenarbeit.
Es hat mit sich verändernden gesellschaftlichen und kirchlichen Bedingungen zu tun, mit dem demographischen
Wandel, mit einem neuem Freizeitverhalten von Kindern und Jugendlichen, mit sich verändernder Bereitschaft
zum Engagement, mit vielen neuen Anbietern in der Kinder- und Jugendarbeit, …
STÄRKEN, dahinter stehen die Fragen:
Wie bleibt pfadfinderische Kinder- und Jugendarbeit in der DPSG attraktiv, unter diesen, sich verändernden
Bedingungen?
Wer braucht was, um eine attraktive pfadfinderische Kinder- und Jugendarbeit in der DPSG anzubieten?
Jemand, der seine Stärken kennt und sie nicht nutzt, ist nicht so stark wie jemand, der seine Schwächen kennt und sie zu überwinden sucht. (Cornelia Krahn)
Dieses Zitat beschreibt was wir in der DPSG und auch in unserem DPSG-Diözesan-verband Trier seit einiger
Zeit versuchen…
Angefangen hat das alles 2001 mit dem Prozess Update auf Bundesebene und in unse-rem Diözesanverband. Dann
kam Up2date, der große LeiterInnenkongress in Wester-nohe 2003…
DPSG und Pfadfinden sollte zukunftsfähig werden/bleiben.
Antworten wurden gesucht auf veränderte gesellschaftliche Bedingungen und Situatio-nen in denen sich
verbandliche, pfadfinderische Kinder- und Jugendarbeit zurechtfinden muss.
Viel Papier wurde bedruckt mit Methoden, Ideen, Positionen … und verschickt … aber auch gelesen???
Und weiter ging es … auch in unserem Diözesanverband…
Diözesanversammlung 2003 – Abschluss des Update-Prozesses im DV Trier …
2004 wird auf der Diözesanversammlung der „Antrag zum Kerngeschäft“ (Schon mal davon gehört??) beschlossen.
Inhalte waren: Ausbildung, Stärken und pfadfinderische Identität. Ein AK Ausbildung und ein AK Stärken wurden
gegründet. Zwei Jahre wurde daran gearbeitet… mehr oder weniger erfolgreich - das bundeseinheitliche
Ausbildungs-konzept wurde ans Laufen gebracht, das Werkstatttreffen wiederbelebt, es gab „DL-vor-Ort“
(Besuche von DLMitgliedern in StaVo-Runden), …
2004/2005 Diskussionen um die Zukunft der DPSG in unserem Bistum, Personalsituati-on, Sparmaßnahmen,
Strukturveränderungen der Jugendarbeit des Bistums, …
Das Forschungsprojekt „Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) im Bistum Trier - Wege in die Zukunft“
in Kooperation mit dem Fachbereich Pädagogik der Uni Trier wurde beschlossen und begonnen.
Diözesanversammlung 2006: Studienteil zum Thema „Krise in den Jugendstufen“.
2007 … da war doch noch was … ach ja … Scouting100: Diözesanlager in Ferschweiler, Studienteil zum
Thema „Pfadfinderische Identität“ zur Diözesanversammlung und Re-flektion und Auswertung der Arbeit zum
Kerngeschäftsantrag. Daraus ist – zur Weiterar-beit – das „Positionspapier“ (Davon schon mal was gehört?)
entstanden. Aus den Punk-ten des Kerngeschäftsantrages: Ausbildung, Stärken und pfadfinderische Identität,
wur-den Ausbildung, Stärken, Profil. Beschlossen wurde, für 2008 einen deutlichen Arbeits-schwerpunkt auf
den Bereich „Stärken“ zu legen.
Der AK Stärken wurde durch eine AG N.N. ersetzt … N.N. weil uns bis November 2008 kein besserer Name
eingefallen ist. Seitdem heißt die AG StäVan (Stärkung des Ver-bandes). Um die Ratlosigkeit – mangels klarem
Arbeitsauftrag und Zuständigkeit - des AK Stärken nicht zu übernehmen, hat sich die AG StäVan genau danach
auf die Suche gemacht. Das Positionspapier wurde auf mögliche Arbeitsaufträge und Zuständigkeiten
durchforstet, das Gefundene mit der Diözesanleitung diskutiert und schließlich mit den Bezirksvorständen
abgestimmt.
Jetzt ist es an der Zeit, unsere gefundenen Arbeitsbereiche, Themen, Aufgabenfelder breiter im
Diözesanverband bekannt zu machen, vorzustellen und – abhängig von Euren Rückmeldungen – abzustimmen oder
zu korrigieren.
Hier einige Textstellen aus dem Positionspapier von 2007, die wichtig waren für die Ent-scheidung bezüglich
unserer Weiterarbeit in der AG:
„Stärken“
S 1. Konzept
Ein umfassendes Konzept für die Herausforderung „Stärken“ liegt nicht vor.
Zu bearbeitende Themen sind:
S 2. Ziel
Kinder- und Jugendgruppenarbeit erfolgreich auf Zukunft hin organisieren durch
- Vitalisierung von Stämmen
- Stammesneugründung
- Identitäts- und Perspektivarbeit
- Kooperationen mit Strukturen der kirchlichen Jugendarbeit im Bistum Trier und BDKJ
Die AG hat daraus folgende Schwerpunkte für ihre Weiterarbeit formuliert:
1. Arbeitshilfen zur Leitergewinnung
Die Gruppenarbeit in den Stämmen, die pfadfinderische Kinder- und Jugendarbeit ist unsere erste Aufgabe.
An interessierten Kindern fehlt es seltener in den Stämmen. Leitermangel ist das große Thema, das immer
wieder benannt wird. Daher wollen wir so schnell wie möglich vorhandene Materialien zur Leitergewinnung
(von Plakatideen bis zu Konzepten für Werbeaktionen) sammeln, sichten, bewerten und auf verschiedene Arten
(Download, Handreichung, Arbeitshilfe) Stämmen und Bezirken zur Verfügung stellen.
2. Qualitätssicherung in den Stämmen
An der Qualität unserer Kinder- und Jugendarbeit in den Stämmen werden wir gemessen. Hier soll es für
Leiterrunden darum gehen, sich mit dem Profil und der Qualität ihrer pfadfinderischen Kinder- und
Jugendarbeit in ihrem Stamm auseinanderzusetzen. Als Grundlage hierfür soll die Ordnung der DPSG dienen.
Eine solche Auseinandersetzung soll helfen, die eigenen Stärken zuerkennen aber auch die Schwächen, damit
sie überwunden werden können (siehe Zitat vom Anfang).
Dazu wird es noch in diesem Jahr eine Arbeitshilfe geben, die an die Leiterrunden in unserem Diözesanverband
verschickt wird. Dort wird es auch Anregungen und Angebo-te für erste Schritte zur Problemlösung oder zur
Vorbeugung geben.
3. Aus- und Weiterbildung für Stammes- und Bezirksvorstände
Vorstandsarbeit wird immer komplexer und ist mehr, als nur ein „Orgajob“. Fähigkeiten wie strategisches
Planen, Motivieren, Moderieren, Koordinieren werden immer wichtiger.
Hier sind uns zwei Dinge aufgefallen und wichtig.
Für „Newcomer“ bei den Bezirksvorständen wollen wir ein Vorstandspäckchen zusammenstellen, dass über
wichtige Unterstützungsstrukturen (Ansprechpartner, Arbeitshilfen, Infos, …) für Vorstände in unserem
Diözesanverband informiert.
Für die Aus- und Weiterbildung der Vorstände soll das Werkstatttreffen an erster Stelle genutzt werden.
Vorstandsrelevante Themen wie Personalplanung, Mitarbeitermotivati-on und -gewinnung, gesetzliche Änderungen
in der Jugendhilfe, Fördermaßnahmen, … sollen hier ihren Platz haben.
Bei Bedarf sind wir bereit eigene Aus-, bzw. Weiterbildungsmaßnahmen für Stammes- und Bezirksvorstände zu
organisieren.
Jemand, der seine Stärken kennt und sie nicht nutzt, ist nicht so stark wie jemand, der seine Schwächen kennt und sie zu überwinden sucht. (Cornelia Krahn)
Es war zwar etwas mühsam und es hat eine Weile gedauert, bis wir ans Arbeiten ge-kommen sind, aber wir
hoffen, dass wir mit den drei von uns benannten Arbeitsschwer-punkten einigermaßen „ins Schwarze getroffen
haben“.
Solltet Ihr anderer Meinung sein und Änderungswünsche oder weitere Ideen, Anregun-gen für unsere Arbeit
haben, dann meldet Euch – per Post an:
Diözesanbüro DPSG
AG StäVan
Weberbachstr. 70
54290 Trier
E-Mail: info@dpsg-trier.de
Betreff: AG StäVan
… und zum Schluss:
Hätten wir gestern gewusst, was wir heute wissen, dann würde das Morgen ganz anders sein, als es
übermorgen gewesen sein wird.